Lebens-Bereich Barrierefreiheit im weitesten Sinne

Das Bild zeigt vier Personen, die sich miteinander unterhalten. Die Menschen arbeiten in einer Gruppe, die Texte in „Leichte Sprache“ übersetzt.

Das Bild zeigt vier Personen, die sich miteinander unterhalten. Im Vordergrund ist ein Mann und eine Frau zu sehen. In der rechten Hand des Mannes befindet sich ein Langstock. Die beiden Personen im Hintergrund plaudern in Deutscher Gebärdensprache miteinander.
Die Menschen arbeiten in einer Gruppe, die Texte in „Leichte Sprache“ übersetzt. Sie sorgen dafür, dass alle sich gut miteinander verständigen können. Lesen Sie unten mehr zu der Gruppe!

Der Plan im Lebensbereich Barrierefreiheit im weitesten Sinne ist:
Alle Menschen können sich überall in der Stadt bewegen. Alle Menschen in Bonn sollen so informiert werden, dass sie alles verstehen können.

Es gibt 22 Ratschläge was zu tun ist. Diese heißen Handlungsempfehlungen.
Davon haben wir bereits 5 erledigt.

Was die Stadt Bonn zusammen mit vielen Anderen bis jetzt erreicht hat:
Die Prüfgruppe, in der die Menschen auf dem Bild mitgearbeitet haben, heißt „ISI“. Es ist eine Prüfgruppe der „intra bonn gGmbH“. Diese Gruppe hat den Plan „Bonn Inklusiv“ in Leichte Sprache übersetzt. Es haben ungefähr 15 Menschen mit Behinderung in dieser Prüfgruppe mitgemacht.
Und so hat die Gruppe gearbeitet:
Mitarbeitende der intra gGmbH haben die Texte übersetzt. Texte werden in der Leichten Sprache mit Zeichnungen ergänzt, damit man sie besser verstehen kann. Die Zeichnungen heißen „Piktogramme“. Bei den Piktogrammen hat eine Mitarbeiterin der Deutschen Telekom geholfen. Die Technik für die Zeichnungen heißt „bikablo“. Ein halbes Jahr hat sich die Gruppe alle 2 Wochen am Samstag getroffen. Bei den Treffen wurden Piktogramme und Texte auf Verständlichkeit überprüft. Bei den Piktogrammen wurde außerdem auf Kontraste geachtet. Hierfür gab es eine Unterstützerin mit Sehbehinderung. Während der Arbeit der Gruppe gab es auch Diskussionen. Prüfende haben den anderen Gruppenmitgliedern von der eigenen Situation berichtet. Zu großen Themen aus der Politik und in unserer Stadt sind Verständnisfragen aufgekommen. Diese wurden gemeinsam besprochen. Die Prüfenden stiegen so immer tiefer und interessierter in das Thema Inklusion ein. Sie haben mit Begeisterung mitgemacht. Ein großer Moment war die Vorstellung des Prüfprozesses und der Ergebnisse in einer Sitzung des Projektbeirats durch einen Prüfenden. Er ist sehr froh, dass er so ernstgenommen wurde. Hierdurch ist er ermutigt, sich in vielen weiteren Projekten zu engagieren.

Der Projektbeirat hat im Jahr 2018 Geld gegeben, um Texte und Informationen in „Leichter Sprache“ auf der Internetseite der Stadt Bonn zu entwickeln. Die Internetseite heißt www.bonn.de.
Hier ist es gelungen, viele Bereiche des alltäglichen Lebens in Bonn durch „Leichte Sprache“ allen zugänglich zu machen. Auch in Medien, in Ämtern der Stadt und in kulturellen Institutionen ist die Kommunikation durch die Verbesserung „leichter“.
Menschen mit Beeinträchtigung und/oder Migrationshintergrund haben in einer Prüfgruppe mitgearbeitet. Auf der Internetseite der Stadt ist ein leichterer Zugang zu Texten und Informationen entstanden. In vielen Bereichen war es bisher nötig, dass Menschen die Schriftsprache verstehen und damit umgehen können. Wenn das Menschen nicht oder nicht so gut können, fühlen sie sich oft ausgeschlossen aus der Gesellschaft. Für sie ist Leichte Sprache als ein weiteres Sprachen-Angebot gut, weil sie diese besser verstehen können. Die Menschen werden selbstständiger und trauen sich mehr zu. Die kostenlos mitarbeitenden Menschen mit Beeinträchtigung und/oder Migrationshintergrund haben gemerkt, dass ihre Fähigkeiten und ihre Arbeit sehr wichtig sind.
Die Internetseite der Stadt www.bonn.de hat im Jahr 2019 ein neues Gesicht bekommen. Seitdem ist die Internetseite so barrierefrei, wie es das Gesetz will.

Auf der Internetseite gibt es auch Hinweise zu allen Möglichkeiten der barrierefreien Verständigung.
Die Stadt Bonn und die Stadtwerke Bonn (SWB) arbeiten andauernd daran, Haltestellen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) barrierefrei zu machen. Im Juni 2020 waren bereits über 40 % der Haltestellen umgebaut. Daneben werden die Busse mit Einstiegshilfen ausgestattet. Nur 1 Linienbus hatte am 30.06.2020 noch keine Einstiegshilfe.
Alles rund um die Barrierefreiheit des ÖPNV wird regelmäßig mit der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V. besprochen. Wenn Busse oder Bahnen ausfallen, gibt es eine andere Lösung. Dann kann ein Taxi oder auch ein barrierefreies Fahrzeug ohne zusätzliche Kosten genutzt werden.

Es gibt 17 Ratschläge an denen wir weiterarbeiten.
Diese Ratschläge betreffen:

  •  das Internet, die Formulare und Briefe der Stadt Bonn,
  • Informationen in Leichter Sprache und in Gebärdensprache,
  • die verständliche Darstellung von Informationen und Plänen für alle Menschen,
  • die öffentlichen Verkehrsmittel und alle Haltestellen,
  • eine Internetseite auf der sich alle Menschen ohne Hindernisse über Umbauten, Sperrungen und Störungen der öffentlichen Verkehrsmittel informieren können,
  • mehr barrierefreie Taxen,
  • mehr Parkplätze ohne Hindernisse für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen,
  • die Zugänglichkeit aller öffentlichen Gebäude und Parks für alle Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Mehrfachbehinderung,
  • egal, ob die Gebäude und Parks der Stadt Bonn gehören oder gemietet sind und
  • dass die Stadt dafür sorgt, dass alle wissen, was zu tun ist, um barrierefrei zu bauen und zu wohnen.

Befragung:
Wir möchten wissen, was Menschen in ihrem Alltag in Bonn behindert. Wir erhalten so weitere Informationen. Die Ratschläge im Plan „Bonn Inklusiv“ können damit besser werden. Und es können neue Ratschläge dazukommen. Sie können Ihre Meinung dazu sagen. Die Ergebnisse werden bei der Weiter-Entwicklung des Plans „Bonn Inklusiv" beachtet.

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