Lebens-Bereich Familie, Kinder, (Weiter-)Bildung

Sechs Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung spielen auf einer Wiese Fußball

Das Bild zeigt Kinder mit und ohne Behinderung. Die Kinder spielen zusammen Fußball auf dem Platz vor dem Haus der Jugend.
Es ist noch nicht alltäglich, dass Kinder mit und ohne Behinderung zusammen ihre Freizeit verbringen. Mit dem Plan „Bonn Inklusiv“ wollen wir das ändern.
In diesem Jahr gibt die Stadt Bonn Geld für ein inklusives Fußball Camp. Daran nehmen Fußball-Mannschaften aus vielen Ländern teil. Das Camp findet im September 2021 in Bonn statt. Auch der Platz vor dem Haus der Jugend soll sich verändern, aber dazu später mehr!

Der Plan im Lebensbereich Familie, Kinder, (Weiter-)Bildung ist:
Jede und jeder soll so leben und lernen können, wie er oder sie will.
Jede und jeder gehört dazu, wenn er oder sie möchte.
Alle können Familie haben.

Es gibt 29 Ratschläge was zu tun ist. Diese heißen Handlungsempfehlungen.
Davon haben wir bereits 18 erledigt. 2 können wir nicht erledigen. Das muss das Land machen.

Was die Stadt Bonn gemeinsam mit vielen Anderen bis jetzt erreicht hat:
Der Projektbeirat hat in den Jahren 2017 und 2018 eine Beratungsstelle gefördert. Diese Beratungsstelle heißt BOOFE. Das bedeutet eigentlich: einen sicheren Unterschlupf zum Schlafen in der Natur. Nachts, unter freiem Himmel fühlen wir uns ungeschützt. Wir brauchen einen Platz, an dem wir die Nacht unbeschadet überstehen können. Die Beratungsstelle hilft Familien einen Platz zu schaffen, an dem es sich gut leben lässt. Die Buchstaben sind auch eine kurze Form für die Arbeit der Beratungsstelle. Diese ist: Beraten, Ordnen, Organisieren, Filtern und Evaluieren.
Die Beratungsstelle war von Anfang an ein guter „Lotse“ für Familien mit Kindern mit Behinderungen.

Die Stadt hat gelernt, dass Beratung für Familien sehr wichtig ist. Seit 2018 wird deshalb gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Bochum angeschaut, wie Beratung in Bonn funktioniert. Und was besser gemacht werden kann. Das Projekt heißt „BeWEGt“.

Es gibt viele Beratungsstellen für Eltern von Kindern mit Behinderung. Sie arbeiten gut zusammen. Es gibt viele Themen, zu denen man Beratung braucht. Unter anderem auch zum Thema „Schule“. Darum kümmern sich die Stadt Bonn (Schulamt) und das Land (Schulaufsicht). Und Vereine von Eltern („Gemeinsam Leben-Gemeinsam Lernen Bonn e.V.“) und die Schulpflegschaft.

Der Platz vor dem Haus der Jugend soll „Ein Platz für Alle“ werden. Der Projektbeirat hat hierfür Geld gegeben und auch das Sport- und Bäderamt und das Land haben Geld gegeben. Der Platz wird ein Ort ohne Barrieren werden. Für Jung und Alt. Zum Erholen und Ausruhen. Zum Austausch und zur Begegnung. Zum Sport machen. Für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Hierfür werden Pläne gemacht und bald soll mit dem Bau begonnen werden.

Die Volkshochschule und die Zentral-Bibliothek sind seit 2015 im „Haus der Bildung“ untergebracht. Das Haus ist barrierefrei. Nun können Alle gut an Kursen in der Volkshochschule mitmachen. Auch für Veranstaltungen gibt es diesen Ort ohne Hindernisse. Auch alle übrigen 8 Einrichtungen der Stadtbibliothek sind barrierefrei.

Kinder mit und ohne Behinderung können ganz selbstverständlich gemeinsam zur Schule gehen. Es werden die Sachen gekauft, die gebraucht werden. Viele Schulen sind auch schon barrierefrei umgebaut. Bei einigen Schulen muss noch etwas umgebaut werden. Wenn das nötig ist, kümmert sich die Stadt Bonn darum. Mit einer eigenen Beratungsstelle im Schulamt. Wenn besondere Lehrerinnen und Lehrer gebraucht werden, muss sich das Land darum kümmern. Das ist einer der Ratschläge, die die Stadt Bonn alleine nicht erledigen kann. Manche Kinder brauchen Assistenz, damit sie eine Schule besuchen können. Das nennt man „Integrationsassistenz“. Dazu hat sich die Stadt Bonn 2018 etwas Neues überlegt. In jeder Schule gibt es jetzt eine Organisation, die Integrationsassistenz anbietet. So muss man nicht mehr lange danach suchen. An den Schulen gibt es auch Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter. Sie kümmern sich darum, wenn ein Kind besondere Unterstützung braucht.
Für alle Menschen, die an einer Schule arbeiten gibt es Schulungen, wie Inklusion gut funktionieren kann.

Kinder mit und ohne Behinderung können gemeinsam Kindertageseinrichtungen besuchen. Und Tagespflegestellen besuchen. Das geht auch, wenn die Kinder noch nicht 3 Jahre alt sind. Eltern, die ihre Kinder in einer Kindertageseinrichtung anmelden möchten, können im Internet sehen, ob die Einrichtung barrierefrei ist. Dafür gibt es ein eigenes Programm, es heißt KiGaN.

Manchmal leben Kinder in einer besonderen Einrichtung, weil die Eltern nicht mit ihnen zusammenleben können. Das nennt man „Inobhutnahme“. Kinder mit Behinderung können auch in diesen Einrichtungen leben, wenn sie es brauchen.

Es gibt 9 Ratschläge an denen wir weiterarbeiten.
Diese Ratschläge betreffen:

  • passende Weiterbildungen für alle Menschen,
  • Mitreden von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, wenn die Stadt Pläne macht,
  • noch bessere Voraussetzungen für gemeinsame Schulen für Kinder mit und ohne Behinderungen,
  • Beratung für Eltern von Kindern mit Behinderung und Unterstützung für Menschen mit Behinderung, damit sie als Familie leben können

Befragung:
Wir möchten wissen, was Menschen in ihrem Alltag in Bonn behindert. Wir erhalten so weitere Informationen. Die Ratschläge im Plan „Bonn Inklusiv“ können damit besser werden. Und es können neue Ratschläge dazukommen. Sie können Ihre Meinung dazu sagen. Die Ergebnisse werden bei der Weiter-Entwicklung des Plans „Bonn Inklusiv" beachtet.

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