Lebens-Bereich Teilhabe am kulturellen/gesellschaftlichen Leben

Neun unterschiedliche Menschen auf einem überdachten Platz am Kunstmuseum. Die Menschen sind Schauspielende in einer inklusiven Theatergruppe.

Das Bild zeigt neun unterschiedliche Menschen auf einem überdachten Platz am Kunstmuseum. Die Personen stehen um Betonsäulen herum und schauen sich gegenseitig an. Eine Frau mit Strohhut und Brille sitzt auf dem Boden vor einer Betonsäule. Die Menschen tragen unterschiedliche Hüte, Anzüge und Röcke. Eine junge Frau trägt ein weißes Kleid. Ihre langen braunen Haare sind zusammengebunden und ihren Kopf schmückt ein Band aus weißen Blüten. Sie steht einem jungen Mann gegenüber. Beide halten sich fest und schauen sich an. Die Menschen sind Schauspielende in einer inklusiven Theatergruppe. 

Der Plan im Lebensbereich Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist:
Alle Menschen können Freizeitangebote und Veranstaltungen besuchen.

Es gibt 17 Ratschläge was zu tun ist. Diese heißen Handlungsempfehlungen.
Davon haben wir bereits 7 erledigt.

Was die Stadt Bonn zusammen mit vielen Anderen bis jetzt erreicht hat:
Menschen mit Behinderung stehen selbst auf der Bühne, zum Beispiel in der inklusiven Theatergruppe „17.30“. Diese Gruppe gibt es seit 2015. Eine Regisseurin hatte die Idee. Die Schauspielenden haben sich auf einen Aufruf in der Zeitung gemeldet. Manche arbeiten bei der Lebenshilfe Bonn oder wohnen dort. Die Theatergruppe heißt „17.30“ weil die Proben immer dienstags um 17.30 Uhr sind. Jede und jeder spielt das, was er am besten kann. Die Theaterstücke werden aufgeführt, wo berühmte Künstlerinnen und Künstler auftreten. 2016 zum Beispiel „(Aschen-) Puttel“ im „Casino“ des Pantheon-Theaters.

Seit 2017 gibt es noch etwas Tolles: Das GOP-Varieté Theater Bonn bietet der Theatergruppe der Lebenshilfe Bonn die Möglichkeit, auf seiner Bühne zu spielen. Bis 2019 gibt es dort insgesamt drei Theaterstücke: „Froschkönig“, „Leonce und Lena“ und „Romeo und Julia“. Viele Zuschauende kommen, manche sogar von weit her. Es sind Menschen mit und ohne Behinderung. Sie kommen aus Unternehmen, Verwaltung, Wohnstätten und Werkstätten. Es schauen auch Künstlerinnen und Künstler zu. Die Kooperation mit dem GOP-Theater ist super.

Der Projektbeirat hat schon für vieles Geld gegeben, was Freizeit inklusiv macht.
Im letzten Jahr wurde in Bonn ein weltweiter Tanzwettbewerb ausgetragen, mit bekannten Sportlerinnen und Sportlern. Das war die Paradance-Weltmeisterschaft. Im Rahmenprogramm hat die Stadt Bonn gezeigt, wie gut Menschen zusammen Freizeit verbringen können.
Damit auch Besucherinnen und Besucher wissen, wo und wie man in Bonn gut Sehenswürdigkeiten besuchen kann, arbeiten die Behindertenbeauftragte der Stadt Bonn und die Tourismus-Information zusammen. Gemeinsam arbeiten sie an einer barrierefreien Internetseite. Die Behindertenbeauftragte schaut mit vielen Freiwilligen, wie barrierefrei die Sehenswürdigkeiten sind. Das wird dann auf der Internetseite erklärt.
Damit Veranstaltungen besser ohne Hindernisse besucht werden können, haben Mitglieder des Projektbeirates zusammen mit der Stadt Bonn eine Broschüre entworfen. In dieser kann man lesen, wie das geht. Die Broschüre können sich jetzt alle auf der Internet-Seite der Stadt www.bonn.de anschauen. Eine Umfrage bei Veranstaltungsorten in Bonn wurde gemacht. So konnten diese überlegen, wie man gut barrierefreie Veranstaltungen macht.
Manche Ideen konnten aber auch ganz ohne Geld umgesetzt werden:
Durch eine Zusammenarbeit vom Verein für Behindertensport und der LVR-Klinik kann das Schwimmbad in dieser Klinik für besondere Sportangebote benutzt werden. Davon können auch andere Organisationen lernen, die eigentlich ihre Schwimmbäder oder Sportplätze nicht für Vereine zur Verfügung stellen.
Ein Teil der Mitglieder des Projektbeirates hat das Pantheon-Theater beraten, damit man dort weiß, wie man ein Theater ohne Barrieren baut. Jetzt ist das neue Theater barrierefrei.

Nicht nur in der Freizeit ist es wichtig, dass Menschen mit Behinderung mitmachen und mitentscheiden. Deswegen hat der Projektbeirat 2018 eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie heißt „AG Partizipation“. Sie kümmert sich darum, dass Menschen mit Behinderung bei Bürgerbeteiligungen und Wahlen mitmachen. Die Arbeitsgruppe möchte zeigen, dass es wichtig ist, sich politisch zu beteiligen. Das möchte sie möglich und Menschen Mut machen.
Alle Bonner Museen haben im Januar 2020 gemeinsam eine Broschüre geschrieben. In ihr steht, welche inklusiven Angebote es in Museen gibt.
Die Freizeit- und Kulturangebote für Kinder und Jugendliche lernen im „Forum Inklusion Lebendig machen“ wie sie gute Angebote für alle machen können. Dazu gibt es auch einen Katalog von Dingen, auf die man achten muss.
Es gibt jedes Jahr einen Kalender mit Ferienfreizeiten. Darin kann man sehen, welche Ferienfreizeiten inklusiv sind.
Es gibt einen Plan für die Freizeit für Jugendliche, er heißt: „Rahmenkonzept Offene Jugendarbeit“. Hier sind 6 wichtige Dinge festgelegt, eines davon ist Inklusion. Es gibt auch besondere Schulungen für Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit, damit sie gut inklusiv arbeiten können. Wenn man eine Freizeitmaßnahme für verschiedene Menschen anbieten möchte und dafür Geld von der Stadt braucht, bekommt man mehr Geld, wenn die Maßnahme inklusiv ist.

Es gibt 10 Ratschläge an denen wir weiterarbeiten.
Diese Ratschläge betreffen:

  • Musik-Projekte und Musik-Unterricht für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und ihre Familien,
  • Veranstaltungen, bei denen alle Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen mitmachen können und eingebunden werden,
  • inklusive und barrierefreie Sport-Angebote,
  • Freizeit- und Kulturangebote für alle Kinder mit und ohne Behinderungen,
  • Schulungen für Betreuende bei Freizeitveranstaltungen, Sportveranstaltungen und Kulturangeboten, damit sie gut auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen Behinderungen eingehen können,
  • mehr Bücher und andere Sachen zum Ausleihen für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und ihre Familien in den Bibliotheken,
  • den Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen. Er soll öfter und länger fahren, damit alle Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen können,
  • Informationen für die Restaurants und Cafés darüber, wie Hindernisse für Menschen mit Behinderung beseitigt werden können.

Befragung:
Wir möchten wissen, was Menschen in ihrem Alltag in Bonn behindert. Wir erhalten so weitere Informationen. Die Ratschläge im Plan „Bonn Inklusiv“ können damit besser werden. Und es können neue Ratschläge dazukommen. Sie können Ihre Meinung dazu sagen. Die Ergebnisse werden bei der Weiter-Entwicklung des Plans „Bonn Inklusiv" beachtet.

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Es gibt drei Fragen zu jedem Lebens-Bereich. Sie können gerne auf alle Fragen antworten. Oder auf ein paar Fragen. Sie können auch nur auf eine Frage antworten.
Jede und Jeder kann nur einmal die Fragen beantworten. 

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