Plankonzept

Im Dezember 2018 wurde ein städte- und hochbaulicher Realisierungswettbewerb zur Auswahl der richtigen städtebaulichen Idee und einer qualitätsvollen Architektur ausgelobt. Der prämierte Siegerentwurf des Wettbewerbs sieht ca. 380 Wohneinheiten sowie Büroflächen und eine KiTa an der Kennedyallee vor.

Zentrales Element des Entwurfes ist eine urbane Promenade zwischen Kennedyallee und Ahrstraße, die das Gebiet von innen heraus über mehrere Quartiersanger erschließt.

Die Neubebauung basiert auf vier Baufeldern, die sich jeweils aus einem östlichen und westlichen Teil und der dazwischenliegenden Promenade mit den Quartiersangern ausbilden. Das Baufeld zur Kennedyallee hin, besteht aus dem geplanten Bürogebäude und der KiTa mit Wohnüberbauung. Die sich südlich anschließenden Gebäude in Richtung Ahrstraße werden für Wohnnutzungen in unterschiedlichen Wohnungsgrößen vorgesehen.

Die L-förmigen Baukörper orientieren sich in Richtung der geplanten Promenade. Im rückwärtigen Bereich in Richtung der angrenzenden Bestandsbebauung entstehen ergänzende Baukörper und ruhige, private Innenhöfe sowie gemeinschaftlich nutzbare Freiräume zur Förderung von Wohnnachbarschaften. Eine lebendige Nachbarschaft mit individuellen Adressbildungen wird durch die räumliche Konzeption ermöglicht.

Das höchste Gebäude im Quartier ist das Bürogebäude am Quartierseingang zur Kennedyallee mit bis zu VII Geschossen. Die Wohngebäude werden jeweils III-IV-geschossig ausgebildet, zur Mitte des Areals an der Promenade wird eine Höhendifferenzierung auf fünf Geschosse geplant. Zur angrenzenden Wohnbebauung ist jeweils eine Reduktion der Gebäudehöhen auf III-Geschosse vorgesehen. Zudem öffnen sich die Baukörper zu den Grünstreifen hin, sodass keine lange Gebäudekante entsteht.

Aktuell ist das Plangebiet in den Randbereichen durch umfangreichen, zum Teil alten Baumbestand gekennzeichnet. Die Gehölzstreifen werden in ihrer prinzipiellen Lage und Grundidee beibehalten. Zur Formung eines urbanen Quartiers mit qualitätsvollen privaten und halbprivaten Freiräumen sind Eingriffe in den Baumbestand jedoch notwendig. Bei der Planung wurde bewusst darauf geachtet, dass die Beanspruchung des Gehölzstreifens insbesondere Bäume mit weniger gutem Allgemeinzustand betrifft.

Die zentrale Promenade wird verkehrsberuhigt ausgebildet und von motorisiertem Individualverkehr (MIV) freigehalten. Im Bereich des Bürogebäudes sollen Haltemöglichkeiten entlang der Straße hergestellt werden.

Die Stellplätze für die Wohn- und Büronutzungen werden in Tiefgaragen untergebracht, mit Zu- und Ausfahrt sowohl von der Kennedyallee, als auch von der Ahrstraße. Dies schließt auch die erforderlichen Besucherstellplätze ein, um die Freiflächen im Plangebiet weitgehend vom KFZ-Verkehr freizuhalten. Fahrradstellplätze für die Bewohnerinnen und Bewohner des zukünftigen Quartiers werden ebenfalls in der Tiefgarage untergebracht. Im weiteren Planverfahren werden die verkehrlichen Auswirkungen auf das bestehende Straßennetz untersucht und ein Mobilitätskonzept erstellt.

Das Vorhaben fällt unter die Regularien des Bonner Baulandbeschlusses (DS-Nr. 1613742EB5, siehe auch 1811574EB5), sodass auch sozial geförderter Wohnraum in einem Umfang von voraussichtlich 40% der geplanten Wohnfläche in integrierter Lage entsteht sowie eine Kostentragung der Vorhabenträgerin der durch das Vorhaben ausgelösten sozialen Infrastruktur (KITA) im Rahmen der Angemessenheitsgrenze.