Die Planungen zur Bonner Rheinpromenade gehen in die nächste Phase: Was sagen Sie zum Siegerbeitrag?

Die Stadt Bonn hat im vergangenen Jahr einen landschaftsarchitektonischen Wettbewerb mit dem Ziel ausgeschrieben, einen geeigneten Vorentwurf für die Umgestaltung der Rheinuferpromenade zu erhalten. Die Wettbewerbsjury hat sich im Oktober 2021 einstimmig für den Wettbewerbsbeitrag des Planungsbüros Planorama (aus Berlin) ausgesprochen und empfohlen diesen weiterzuverfolgen. Entstanden ist der Wettbewerbsbeitrag mit der ausgewiesenen Mobilitätsexpertise der VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH. Auf diesem Vorentwurf bauen alle weiteren Gestaltungs- und Umsetzungsprozesse auf. Ein ganz zentrales Anliegen dabei war und ist: Die Aufenthaltsqualität am Rheinufer soll für möglichst viele Nutzer*innengruppen gesteigert werden. In mehreren Phasen nähern wir uns einem finalen Gestaltungskonzept für die Rheinpromenade. Und nach jeder Phase ist Ihre Meinung gefragt!

Die Planungsunterlagen können Sie sich über die folgenden Links ansehen.

Hinweis: Die in den Präsentationsplänen (Link 1) hinterlegten Texte sind unter dem zweiten Link gut lesbar zu finden.

Die Wettbewerbsjury merkte allerdings an, neben den weiteren Eingaben aus der Stadtgesellschaft bei der Weiterentwicklung des Konzepts folgende Kritikpunkte zu berücksichtigen:

Schriftliche Beurteilungen der Arbeit des Preisgerichts:
„Die Erhaltung und Ergänzung vegetativer Baumbestände, die Fortsetzung der vorgefundenen Linearität sowie das Herausarbeiten der räumlichen Besonderheiten werden in einem spannenden Entwurf integriert. Die Verbindung von Uferbereich und hereinführenden Stadtstrukturen wird durch unterschiedliche Gestaltsprache vorgenommen. Die durchgängige neue Fahrradstraße dient erfreulicherweise auch zur Aufnahme der im Wettbewerb geforderten Erschließungs- und Anlieferungsnotwendigkeiten. 

Die Definition der Verbindung als Radschnellweg ist nicht zielführend. Jedoch ist die Führung in Bereichen der Plätze (Langsamverkehr) noch nicht ausreichend durchgearbeitet.

Gewürdigt wird von der Jury der durchgängig glatte Asphaltbelag. 

Kontrovers wird diskutiert, ob aus funktionalen Gesichtspunkten die Platzzäsuren besonders geschwindigkeitsreduziert, quasi als Stopper, herausgearbeitet werden sollten. 

Die Neuinterpretation des Opernplatzes und die Inszenierung der Treppe zum Rheinufer werden als eine sinnvolle Geste zur Integration der Höhenniveaus und als Chance zur Verbindung zwischen Innenstadt und Rheinufer begrüßt.

Allerdings wird der hohe Aufwand wegen des Eingriffs in die Operngarage angemerkt. 

Die frei polygonalen Baumscheiben begrenzen nach wie vor den Raum am Uferstreifen der Opernanlage. Die abweichende Formsprache der erhaltenen Baumfelder in diesen Abschnitt gibt der ansonsten strengen, robusten Gradlinigkeit eine besondere Betonung. Der Endpunkt der Ausbaustufe des Wettbewerbsgebiets mit dem Rheinpavillon ist mit dem Nutzungsangebot sehr gut gelungen. 

Vielen der in der Bürgerveranstaltung angeregten Nutzungsbausteine fehlt in dem Entwurf noch eine Positionierung. Die Jury bemängelt, dass die wassergebundene Wegeführung in den linearen Baumfeldern mit 3,5 Metern deutlich zu gering ausfällt.

Der auf Nachhaltigkeit der Grünstruktur angelegte Gestaltungsansatz, der neben Wiese auch auf ein artenreiches Spektrum in den Pflanzstrukturen setzt, wird besonders geschätzt. Den Aspekten der Nachhaltigkeit wird in der Arbeit ein besonderer Schwerpunkt gesetzt, Einsatz von Energiereduzierten Lampen, wiederverwendbare Materialien, robuste heimische und fremde Bäume etc. Insgesamt entsteht mit den unterschiedlichen Gestaltungsbausteinen und den Qualitäten verschiedener Aufenthalts- und Begegnungsräume ein robuster, entwicklungsfähiger Beitrag.“

Online-Beteiligung 2022

Das Team von Planorama hat nun den Auftrag, auf Grundlage des Wettbewerbskonzepts die weitere Planung zu konkretisieren und dabei die Anmerkungen der Bonner*innen sowie die Anmerkungen der Jury zu berücksichtigen. Deshalb fragen wir Sie nach Ihrer Meinung zum Siegerbeitrag. Was gefällt Ihnen - und was noch nicht? Welche Aspekte aus der ersten Beteiligungsphase wurden bereits ausreichend berücksichtigt und wo sehen Sie noch Nachholbedarf? Haben Sier ergänzende Ideen?

Ihre Fragen, Hinweise, Anregungen und vielleicht auch Befürchtungen zum Konzept können Sie bis 17. Juli 2022 hier auf www.bonn-macht-mit.de mit uns und der Öffentlichkeit teilen.  

Hier mitmachen: Was sagen Sie zum Siegerbeitrag? 

Die Ergebnisse der Onlinebeteiligung aus dem Frühjahr 2021 finden Sie hier

Sofern unsere Bemühungen um Städtebaufördermittel erfolgreich sind, ist die konkrete Neugestaltung der Rheinpromenade in drei Bauabschnitten geplant von 2023 bis 2027.
Es ist vorgesehen, dass zur konkreten Entwurfsplanung im Sommer ein Info- und Ideentreff stattfindet sowie im Herbst die überarbeitete Entwurfsplanung öffentlich präsentiert wird. 

Kontakt:

Haben Sie konkrete Rückfragen? Dann melden Sie sich gerne bei Frau Sump vom Amt für Umwelt und Stadtgrün.
E-Mail: kirsten.sump@bonn.de, Telefonnummer: 0228 77 5451