Wie läuft der Prozess von Bonn4Future ab?

Der Mitwirkungsprozess Bonn4Future beginnt mit Einrichtung des Projektteams und der Gremien im Winter 2020/2021. In dieser Phase wird das Netzwerk weiter ausgebaut, die Feinplanung vorgenommen und die Veranstaltungen vorbereitet.

Zudem wird mit der Arbeit an einer digitalen Nachhaltigkeitsplattform begonnen. Diese macht Organisationen und Initiativen sichtbar, die sich für eine lebenswerte und faire Stadt einsetzen und das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 unterstützen. Sie ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, sich über Handlungsansätze und gute Beispiele zum Klimaschutz zu informieren und regt dazu an, selber aktiv zu werden und sich zu vernetzen.

Phase 1: 2021
In der ersten Phase steht die Ansprache von Multiplikatoren und Netzwerken im Fokus. Im Jahr 2021 gibt es drei große Kommunikationsformate, den Klimatag und die beiden Klimaforen, begleitet von der Entwicklung einer aktivierenden Kommunikationsstrategie und dem Training von Netzwerkpartnern.

  • Klimatag für die Bürgerinnen und Bürger

Bei einem Klimatag werden die Bonnerinnen und Bonner aufgerufen, gemeinsam Vorstellungen und Ideen für ein klimaneutrales Bonn zu entwickeln. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden eingeladen, Ideen zu entwickeln, wie neue Zielgruppen erreicht werden können.
Es handelt sich um eine Tagesveranstaltung in zwei Teilen. Vormittags gibt es Impulsvorträge und Möglichkeiten zum Austausch. Die Teilnehmenden entwickeln ein Verständnis für Herausforderung und Chancen (Wahrnehmen und Zuhören). Am Nachmittag gibt es Arbeitsphasen in Gruppen um zentrale Maßnahmen zu diskutieren (Planen).

  • Klimaforen

Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen vier Klimaforen. Dort erarbeiten 100 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik Strategien und konkrete Vorschläge zum Umgang mit der Klimakrise. 

Anmerkung: Die Art und Weise, wie diese Formate durchgeführt werden können, ist abhängig von den weiteren Entwicklungen in der Corona Pandemie.

Evaluierung von Prozessen und Ergebnissen
Nach Beendigung der 1. Phase wird unter den Aspekten Zielerreichung und Wirksamkeit eine Evaluation durchgeführt. Diese wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung realisiert. Sie wird nicht von Bonn im Wandel selbst konzipiert und durchgeführt.

Phase 2: 2022

Nach positiver Evaluation liegt der Fokus in der 2. Phase auf der Ansprache einer breiten Öffentlichkeit. Die Ergebnisse aus der 1. Phase sollen gemeinsam mit den gewonnenen Partnern in breite Bevölkerungsschichten getragen werden und die Verlagerung des Prozesses auf die Stadtbezirksebene wird vorbereitet.

Ausblick Phase 3: Nach 2022
Der Prozess ist zunächst bis zum Ende des Jahres 2022 ausgelegt, könnte im Anschluss aber in Form von Klimaquartieren weitergeführt werden. Dabei wird der Prozess auf die Stadtteilebene verlagert: Basierend auf dem Quartiersansatz sollen Menschen im Stadtteil ermutigt und unterstützt werden, positive Zukunftsvisionen zu entwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, um die Stadtteile und Quartiere klimaneutral umzugestalten.

Beginnend mit ein bis zwei Modellquartieren werden Schritt für Schritt Bonner Stadtteile eingeladen, sich auf den Weg einer Nachhaltigkeitstransformation vor Ort zu machen. Die Prozessbegleitung erfordert die Präsenz von Moderatoren vor Ort für mindestens zwei Jahre. Die Erfahrungen aus den ersten ein bis zwei Modellstadtteilen dienen zur Weiterentwicklung des Ansatzes für andere Stadtteile. Die Prozesse werden wissenschaftlich begleitend evaluiert. So entsteht ein Netzwerk aus lernenden Stadtteilen, deren Erfahrungen wiederum in die stadtweiten Klimaforen einfließen. Eine genaue Planung des weiteren Beteiligungsprozesses über 2022 hinaus kann erst nach Abschluss der Phasen 1 und 2 erfolgen.

Das komplette Konzept mit einer ausführlichen Beschreibung des Prozesses finden Sie hier:

Bonn4Future - Beschlussvorlage und Beteiligungskonzept