Nächster Vorschlag

Spielplatz für Groß und Klein und Wasserspiele

Unsere Kinder haben vier Jahre Altersunterschied. Gerade so lange die kleineren noch klein sind, ist es schwierig Spielplätze zu finden, die für beide Altersgruppen (zB 1 und 5 oder 2 und 6) geeignet sind.

weiterlesen

Ein neues Spielschiff-Konzept für die Rheinaue

Bestandsaufnahme:
Die Attraktivität des Spielplatzes wird derzeit vorwiegend durch das vorhandene und in die Jahre gekommene Spielschiff bestimmt. Der Rest des Spielplatzes besteht aus einer (viel zu) großen leeren Sandfläche mit vereinzelt alleinstehenden Spielgeräten, sowie einem Podest einer ehemaligen Seilbahn. Insbesondere im Sommer zeigt sich auf dem Spielplatz zudem, trotz der umstehenden Bäume eine zu geringe Verschattung der Spielgeräte. Der Kleinkindspielbereich ist gar nicht verschattet.

Umgestaltungsideen:
Nach Demontage des Spielschiffes und des Seilbahnpodestes sollten auch alle übrigen Spielgeräte entfernt werden. Da das Thema "Spielschiff" erhalten bleiben muss (Denkmalschutz), sollte überprüft werden ob man das Thema Spielschiff nahe am Rhein thematisch mit einem Wasserspielplatz verbinden ließe. Ein Spielschiff mit einem Wasserlauf und einer Matschküche in einem Teilbereich und daran angeschlossene Spielgeräte, die sich über den gesamten Spielplatz erstrecken. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Spielplatz durch sein Alleinstellungsmerkmal (Spielschiff in der Rheinaue und evtl. Wasserspielplatz) ein noch höheres Besucheraufkommen anziehen wird. Auf eine Verdichtung von Spielgeräten ist, aus meiner Sicht, gegenüber dem jetzigen Zustand zu achten. Hier gibt es in näherer Umgebung sehr erfolgreiche Konzepte, die eine Verdichtung von Spielgeräten zeigen, wie bspw. der Spielplatz "Lommerwiese" in Oberdollendorf oder auch der neue Spielplatz in der linksrheinischen Rheinaue.
Bei der Konzeptionierung des Spielschiffs sollte auf eine inklusive Bauart, sowie ausreichende Verschattung, insbesondere des Kleinkindbereichs, geachtet werden. Ein robustes Sonnensegel wie es zum Beispiel im Römerbad für die Verschattung des Kleinkindbereichs verwendet wird, sollte geprüft werden.

Aufenthaltsqualität:
Die Umgebung des Spielplatzes ist sehr weitläufig. Es sollte, aus meiner Sicht, ermittelt werden, ob die Sitzgelegenheiten am Rande des Spielplatzes auf weitere Sitzgelegenheiten (Einzelbänke/Sitzgruppen mit Tisch) auf der anderen Seite des nahen Fußweges errichtet werden können.
Dies würde die Aufenthaltsqualität erhöhen, da Besucher aufgrund der Lage des Spielplatzes meistens keine Nachbarn sind, sondern gezielt diesen Spielplatz aufsuchen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, Mülleimer aufzustellen, die (teil-)verschließbar sind und gegebenenfalls ohne Plastikmüllsäcke ausgestattet sind. Die Vögel der Rheinaue, insbesondere Raben und Elstern "fleddern" diese Mülleimer regelmäßig.

Intergenerationelle Gesichtspunkte:
Durch den angrenzenden Skate-Park ist bereits ein hohe Besucheraufkommen von Jugendlichen vorhanden. Aufgrund der Größe der verfügbaren Fläche wäre zu erwägen, ob Klettergerüste für diesen Altersbereich hinzugefügt werden können. Dies könnte in einer Art "Trimm-Dich"-Pfaden oder "Outdoor Sport" geschehen, wie es Sie auch in der linksrheinischen Rheinaue gibt. Es könnte hierzu geprüft werden, ob nicht der, im Sportmarketing aktive, und in direkter Nachbarschaft befindliche Großkonzern eine Beteiligung an Geräten für den Altersbereich Ü16 anstreben möchte.

Die Neukonzeptionierung des Spielplatzes bietet für die Bundesstadt Bonn eine sehr gute Gelegenheit, ein weiteres Leuchtturmprojekt hinsichtlich einer familienfreundlichen und lebenswerten Stadtentwicklung zu realisieren. Ein Spielplatz in einer optimalen Lage, der mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Auto gleichermaßen gut erreichbar ist.
Es könnte ein Spielplatz werden, der über die Stadtgrenzen hinaus strahlen und viele neue Besucher begeistern kann.

Paul Jakobs

Kommentare

sie haben viele gute punkte angeführt! mir fällt insbesondere der "trimm dich" pfad für ältere auf. soetwas wünsche ich mir regelmässig auch für die eltern. zumindest eine klimmzugstange ist eine feine sache und sehr kostengünstig integrierbar!
auch verschattung ist leider ein sehr wichtiger punkt. am liebsten natürlich natürlich mit bäumen. ggf lässt sich da schon etwas pflanzen, was dann beim nächsten "schiffswechsel" in 20 jahren schon etwas bringt?!
auch die ausführung als wasserspielplatz wäre fein. meine sorge ist hier oft: teuer und dann oft und schnell defekt oder anfällig. ich habe aber keinen einblick oder ahnung, ob dem wirklich so ist.

an dem spielplatz ist mir bisher auch unter anderem aufgefallen, dass der doch grosse pkw parkplatz ziemlich nahe an dem spielplatz gelegen ist und kaum von selbigem abgetrennt ist. das macht eltern teilweise etwas unentspannt, wenn die kleinen leicht zu den rangierenden autos gelangen. ggf ist eine einzäunung nur auf der parkplatzseite möglich/sinnvoll?!

Die Gestaltungsideen erhalten meine volle Zustimmung. Insbesondere die Idee des Wasserspielplatzes sollte aufgegriffen werden, da es eine solche Spielfläche bisher in Bonn nicht gibt und thematisch und vom Standort her sehr gut in die Rheinaue passt.