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Neues Bad bauen

Wenn man sich den Zustand der Bonner Bäder ansieht, so fällt auf, dass sie alle kurz vor dem Verfall stehen. Meine Devise lautet daher mit der Sanierung eines Bades (am besten des Hardtbergbades, da die Pläne schon stehen) direkt zu beginnen.

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Nächster Vorschlag

Alle Bonner Freibäder sommers wie winters nutzbar machen

Schwimmbäder sind Bestandteil einer lebenswerten Stadt und müssen für alle Bürger mit kurzen Wegen erreichbar sein, heißt mindestens in jedem Stadtteil.

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Abends länger öffnen!

Wunsch: Werktags längere Öffnungszeiten am Abend, z.B. bis 21 Uhr, damit auch Berufstätige unter der Woche ohne Zeitdruck noch zwanzig oder vierzig Bahnen ziehen können. Hierdurch würde ganz sicher eine höhere Auslastung erfolgen, womit sich auch die erforderlichen Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen noch besser rechtfertigen. Die höheren Personalkosten sind durch erhöhte Nachfrage gerechtfertigt.

Kommentare

Der Ausbau zu Spaßbädern darf nur vereinzelt und mit Augenmaß erfolgen. Die hiermit verbundenen hohen Eintrittspreise halten viel zu viele Menschen davon ab, ins Schwimmbad zu gehen. Diese Lösungen gehen insbesondere zu Lasten der StreckenschwimmerInnen und dem Schulschwimmen. Der häufig gehörte Hinweis, dass viele Bonner gerne auch zu hohen Eintrittspreisen mt dem Auto nach Rheinbach oder Troisdorf fahren, um dortige Spaßbäder aufzusuchen, trifft doch nur im Einzelfall zu. Der umweltbewusste Bürger möchte ortsnah baden und hat gar kein Interesse daran, außerhalb der Stadtgrenze teure Eintrittspreise zu zahlen. Er möchte gerne ein frisches, helles und modernes Bad, aber der Fun-Faktor hängt mehr an der Erreichbarkeit als an der Breite der Wasserrutsche oder der Anzahl an Whirlpools. Es ist keine zeitgemäße Mobilitätspolitik, die Bonner Bürger und die Schüler des Schulschwimmens durch lange Anfahrtszeiten vom Besuch der stadteigenen klassischen Einrichtungen abzubringen.

Das Problem ergibt sich, dass die Bonner Schwimmvereine oftmals die Wasserzeiten abends haben, so dass diese dann nicht mehr abends trainieren könnten. Mit Schule oftmals bis 17:30 Uhr können Jugendliche in den Vereinen aber nicht früher trainieren. Eine Lösung wäre hier die Erhöhung aller Wasserzeiten, so dass die Vereine weiter ihre Ausbildungen durchführen können, gleichzeitig die Öffentlichkeit aber auch ins Bad kann.

Viel Lebensfreude und Gesundheitsvorsorge entgeht lebenslang den Menschen, die (meist schamhaft) Schwimmbäder meiden, weil sie nie schwimmen gelernt haben. Die Zahl der Nichtschwimmer nimmt zu, während gleichzeitig die Zahl der Menschen mit Gewichtsproblemen steigt. Gerade im Wasser können sich jedoch Menschen aller Altersklassen mit erhöhtem Gewicht besser bewegen und mit Freude etwas für ihre ihrer Gesundheit tun. Einrichtungen, die der Gesundheitsfürsorge dienen, dürfen also nicht reduziert werden. Die Folgekosten in der Zukunft sind höher als die Unterhaltungs- und Personalkosten heute. Schulschwimmen und jeder Anreiz für Eltern, ihren Kindern das Schwimmen beizubringen und mit ihnen schwimmen zu gehen, sollte unterstützt werden. Hierzu gehören ortsnahe, ganzjährig nutzbare Hallenbäder in allen Ortsteilen mit moderaten Eintrittspreisen.

Die Stadtbezirke (auch Godesberg) sollten jeweils über ein Hallenbad verfügen, alle bestehenden Frei- und Hallenbäder sollen erhalten bleiben. Alle Treffpunkte und Einrichtungen bieten neben der gesundheitsfördernden Bewegung Gelegenheit zu sozialen Kontakten und Teilhabe. Für viele Familien, Kinder und Senioren, Alleinstehende und Alleinerziehende ist das Schwimmbad ein ortsnaher Platz, an dem andere getroffen werden, der Dialog stattfindet und Gemeinschaft gepflegt wird. Eine Sauna in jedem Hallenbad wäre ein Ort, der ohne feste Mitgliedschaften aufgesucht und an dem sich selbständig eine Besuchsroutine entwickeln kann. Im Meckenheimer Schwimmbad ist zu sehen, wie an allen Öffnungstagen durch frei zusammengefundene Gruppen eine gute Nachfrage nach diesem Angebot besteht. Man trifft sich regelmäßig und gerne in der Sauna, nachdem man zuvor ein paar Bahnen geschwommen ist. Gerade mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung mit zunehmender Vereinzelung sollten alle öffentlichen Einrichtungen mit Blick auf die lockeren Kontaktmöglichkeiten ausgebaut und keinesfalls eingeschränkt werden.