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Meine Sorge ist der alte Ortskern

Grundsätzlich finde ich den Bebauungsplan eine gute Sache, er ist nur für meinen persönlichen Geschmack etwas zu groß und unpersönlich. Höher schneller weiter, mit wenig Fläche möglichst viel Gewinn erziehlen.

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Thema Parkplätze

Das Bauvorhaben bedarf sicherlich genauer Vorausplanungen und sinnvoller Umsetzungen, da das geplante Volumen erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Strukturen in Lannesdorf, die Wohnqualität der Anwohner der Zufahrtsstraßen und die Lebensqua

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Thema Wohnqualität

Das Bauvorhaben bedarf sicherlich genauer Vorausplanungen und sinnvoller Umsetzungen, da das geplante Volumen erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Strukturen in Lannesdorf, die Wohnqualität der Anwohner der Zufahrtsstraßen und die Lebensqualität für die unmittelbaren Anwohner hat.
Thema Wohnqualität
Das Thema Wohnqualität ist sicherlich emotional besetzt. Trotzdem gilt es, gerade diesem Thema besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Der Lannesdorfer Ortskern ist dadurch gekennzeichnet, dass er vorwiegend und historisch entwickelt als Wohnraum genutzt wird. Hier wohnen „Alteingesessene“ und „Zugezogene“ mit ihren Familien in Ein- und Mehrfamilienhäusern. In unmittelbarer Nähe des geplanten Großprojektes befinden sich die Schule, zwei Kindergärten, die Turnhalle, die Kirche, der Friedhof, die alte Lannesdorfer Straße, die Dorfgaststätte oder auch der Dorfplatz. Lannesdorf hat den Charakter des Dorfes erhalten. Nachbarschaftliches Miteinander, ein ausgeprägtes Vereinsleben und der dörfliche Charakter zeichnen Lannesdorf noch heute aus und werden von den Lannesdorfern sehr geschätzt. Das Geschäftsleben war nie sonderlich ausgeprägt und sollte es auch nie sein.
Typisch und beispielhaft sind halt noch die:
- ortsansässigen Bauern, bei denen frisches Obst und Gemüse gekauft wird,
- die Bäckerei, dessen Inhaber sich um den örtlichen Fußballverein gekümmert hat,
- das Beerdigungsinstitut, das schon seit Generationen für die Lannesdorfer zuständig ist,
- die Wäscherei, die für die dekorative Weihnachtslandschaft im Wohnzimmer bekannt ist,
- das Tabakgeschäft, bei dem man als Kind für den Schullehrer Zigarettten einkaufen durfte,
- die Schreinerei, dessen Inhaber als Ortsausschussvorsitzender agiert,
- und viele kleinere Einzelhändler und Dienstleister, die man kennt und die seit jeher dazugehören.
Besonders erwähnt sei der -zugegeben kleine- Edekamarkt „Mohr“, bei dem man schnell einmal die täglichen Einkäufe erledigen kann, die Lannesdorfer danken Herrn Mohr dafür. Den „Großeinkauf“ hat man immer schon außerhalb erledigt, Daher entstanden auch die nahegelegenen Aldi, Lidl, Hit und weiteren Märkte außerhalb dieses Wohn-Dorfkerns, dort wo Platz war, wo kaum Wohnbebauung vorhanden war und wo der Verkehr am wenigsten stört und schnell abfließen kann. Die Achsen Deutschherrenstraße nach Godesberg und Drachenburgstraße zum Bahnhof und zum Rhein sind historisch entstanden und sorgen heute bereits für „viel Verkehr“. Verkehr, den man eigentlich im Ortskern gar nicht will, und so wurde bereits vor Jahrzehnten nicht grundlos eine Umgehungsstraße gebaut, die sich bewährt hat. Viele Straßen wurden verkehrsberuhigt.
So ist eine Wohnqualität entstanden, die durch den Bau eines solchen Großprojektes massive Einbußen erleiden wird und daher wird das Projekt von vielen Lannesdorfern so nicht gewünscht, auch wenn es als Verbesserung deklariert wird.