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Einstellung der Zuschüsse für das Euro-Theater Central ab 2020

Monetärer Typ: 
Sparvorschlag

Kategorie

Kultur und Veranstaltungen

Das Euro Theater Central wurde 1969 gegründet und hat seit 1972 seinen Sitz am Dreieck/Mauspfad in der Bonner Innenstadt. Das Einraumtheater bietet Platz für bis zu 50 Zuschauerinnen und Zuschauer. Das Theater wird seit Jahren mit jährlich 144.000 EUR institutionell gefördert. Diese Mittel stehen ab 2020 in der Finanzplanung bzw. im Entwurf des Haushaltssicherungskonzepts nicht mehr zur Verfügung.

Das Theater wird ohne den städtischen Zuschuss seinen Betrieb ab 2020 einstellen müssen. Selbst eine Verringerung des bisherigen Zuschusses würde zur Schließung des Hauses führen.

Damit kann im städtischen Haushalt ab dem Jahr 2020 ein jährlicher Betrag von 144.000 EUR eingespart werden.

Kommentare

dann müssen diese Gelder eben wieder eingestellt werden. Es gibt keinen Grund diesen Zuschuss zu streichen, ebenso wenig die übrigen Kulturzuschüsse.

Es wäre hilfreich, wenn Sie andere Subventionen zum Vergleich darstellen würden. Z.B. Zuschüsse für Oper usw., die Kosten für WCCB und Festspielhaus usw. usw.
Dann würde sofort ersichtlich, dass das Eurotheater eine "kleine Nummer" ist, dessen Schließung ein kultureller Verlust wäre, der keine nennenswerten Beträge einspart.

Ich schließe mich meinen Vorrednern an: Das Euro Theater erhält vergleichweise geringe Subventionen, bietet aber stets ein sehr ansprechendes, vielseitiges und bildungsförderndes Programm (große Beliebtheit bei Schülern und Studenten, hoher Anteil wertvoller Literaturinszenierungen, Stücke in Originalsprache (z.B. Molière) usw.) sodass es ein großer Verlust wäre, müsste es schließen. Einsparungen zulasten von Kultur und Bildung zahlen sich mittel- bis langfristig nicht aus - gerade das reichhaltige Kulturangebot macht die Stadt Bonn attraktiv! Und das Euro Theater trägt erheblich dazu bei, deshalb sollte es durch die Zuschüsse weiterhin erhalten bleiben.

@#3 Ich sehe das ganz genaus so wie A_Drerup; ich schlage vor, den Opernbetrieb ganz einzustellen und das Festspielhaus nicht zu bauen, aber die kleinen Theater und Spielstätten, die für kulturelle Vielfalt in Bonn sorgen, am Leben zu halten. @#3

Sparmaßnahmen an Kulturbetrieben sind gerade in der heutigen Zeit, wo vor allem junge Menschen sich zuviel mit der virtuellen Welt beschäftigen, der falsche Weg! Wenn man dann auch noch die Möglichkeiten zur kulturellen Bildung in Wohnortnähe abschafft, gibt es wieder einen Grund mehr zu sagen: tja, is ja eh nix da, wo ich mich bilden könnte....

Es ist unglaublich, mit welchem Engagement unsere Politiker der bürgerlichen und jener Parteien, die von gesellschaftlich idealisierenden, in ihrer sozialen Wahrnehmung eingeschränkten Menschen gegründet wurden, der Ausverkauf sowie die Vernichtung unserer Kultur betreibe, während sie angeblichen Stützen der Gesellschaft wie Bank- und anderen Wirtschafts-Managern, welche mit ihrer Gier nach Besitz nicht nur die angeblich in diesem Land praktizierte Demokratie unterhöhlen, Milliarden Geldes in den Hintern blasen, damit die ihren landesverwesenden Praktiken weiter nachgehen und sich ins Fäustchen lachen können, wie sie's uns bettelnden Spacken mal wieder gezeigt haben. Seit ich in diesem Bonn lebe - immerhin schon seit beinahe dreißig Jahren -, habe ich nur von finanziellen Kürzungen und Einschränkungen der Gelder für Kultur hören und lesen müssen: Bträge, die angesichts dessen, was man für windige Prestigeobjekte wie das WCCB in den Sand setzt, Peanuts sind, wie solche Beträge einer unserer Bankmanager so treffend benamte. Wenn gespart werden muß, dann an den Gehältern für unfähige Politiker, Mitarbeitern der Stadt und an den Pensionen für ehemalige Beamte (schließlich werden die Rentenbeträge der nicht-beamteten Arbeitenden dieses Landes auch ständig, je nach wirtschaftspolitischem Bedarf gekürzt).
Seit vielen Jahren muß ich eine Ausdünnung sowie einen Qualitätsverlust des professionellen Kulturangebots der Stadt Bonn über mich ergehen lassen, ohne mich wirklich dagegen wehren zu können. Deutschland - und damit auch Bonn - lechzt nach US-amerikanischen Zuständen, aber, meine Damen und Herren, schauen Sie sich einmal die sozialen Zustände und vor allem den Bildungsstand der Menschen in US-amerikanischen Städten (ich schreibe nicht von den von den Medien geliebten Metropolen!) und auf dem Land an. Ist das für uns hier in der alten Welt erstrebenswert?
Theater, wie Kultur überhaupt, und gerade die nicht massenwirksame, wirkt bildend; immerhin führte sie in den Jahrhunderttausenden der menschlichen Entwicklung zur jener Zivilisation, in der wir heute leben. Daß Politiker und Wirtschaftsmagnaten Moral und Ethik vernichten und sich dadurch die Menschen gefügig machen wollen, habe nicht erst ich erkannt.
Dem Euro Theater Central diese pissige Zuschußsumme zu versagen und es damit zur Schließung zu zwingen, sollte überhaupt nicht diskutiert werden. Denn was geschieht als nächstes: die Schließung aller Schulen?

Moderationskommentar

@#5 Liebe/r hermitderkultur,
ich möchte Sie bitten sachliche Argumente in den Vordergrund zu stellen und auf Aussagen zu verzichten, die andere Personen angreifen.
Vielen Dank.
Beste Grüße
Laura Welsch (Moderation)

@#5.1 @#5.1 Liebe Frau Welsch,

an einer Podiumsdiskussion mit Ihnen als Moderatorin würde ich nicht teilnehmen; hermitderkultur hat zwar etwas drastisch formuliert, aber sachlich richtig. Und wenn es in einer Demokratie nicht mehr möglich ist, von "unfähigen Politikern " zu sprechen oder von "gierigen" Managern und Bankern, (das war während der Finanzkrise ab 2008 gang und gäbe) dann sollten wir die kontroverse demokratische Debatte gleich ganz einstellen.

Diese 144.000 Euro werden absolut an der falschen Stelle eingespart. Gerade die sogenannte Off - Kultur macht eine Stadt lebendig und vielfältig. Ein Theater mit der künstlerischen Leistung des Eurotheater Central wegzukürzen zeugt von politischer Kurzsichtigkeit. Was soll dann als nächstes weggespart werden??? Währenddessen wird munter weiter für Großprojekte Geld zum Fenster hinausgeworfen - armes Bonn !

Die etablierte, "klassische" Kultur wird oft in sehr viel stärkerem Umfang subventioniert. Aber gerade in diesen kleinen Theatern und Kulturzentren wird doch die Basisarbeit geleistet, die es braucht, um jüngere Menschen kulturell zu bilden oder auch diesen eine kulturelle Ausdrucksform zu geben. Da geht es meist sehr viel kreativer und lebendiger ab, als in den etablierten und noch viel höher subventionierten Theatern, die oft immer wieder nur die alten überholten Klassiker aufführen und dies mit der Zielgruppe des "gehobenen" Publikums. Kultur ist für jeden Menschen ein Grundbedürfnis, was meist erst dann sehr schmerzhaft erkannt wird, wenn sie weggespart und -rationalisiert worden ist. Mit dem Euro-Theater ist es wie mit einem alten Baum: Gewachsen ist er in vielen Jahren und gefällt mit einem Handstreich. Wenn er dann nicht mehr ist, erkennt man im Nachhinein was er für einen Nutzen gebracht hat.

Sind preiswert und Sorgen für kulturelle Vielfalt in der Stadt. Schließen wir lieber die Oper!

das Theat bringt gute Stücke!

Moderationskommentar

@#10 Liebe/r KoFu,

halten Sie sich bitte an unsere Spielregeln und verzichten Sie auf Aussagen, durch die sich andere Teilnehmer angegriffen fühlen könnten. Vertrauen Sie auf die Kraft Ihrer Argumente.
Beste Grüße
Laura Welsch (Moderation)

Das Theater Central ist ein Highlight in der Bonner Innenstadt. Es vermittelt etwas von dem internationalen Flair, das mit den UN-Einrichtungen zu unserer Stadt gehören sollte. Ein nicht nur deutschsprachiges Haus - klein, aber fein! Etwas ganz Besonderes. Was hier mit minimalen Mitteln geleistet wird, ist vorbildhaft! Hier kann man Theater hautnah erleben, sitzt man doch fast auf der Bühne. Gespräche mit den Künstler/innen sind möglich und erwünscht. Vorwiegend junges Publikum weiß dieses Angebot zu schätzen. Und das soll geschlossen werden wegen 140000 Euro Zuschuss, die der Stadt zu viel wären – „Peanuts“, die man in der Stadtkasse gar nicht merkt!? Wer das vorschlägt, ist wahrscheinlich noch nie dort gewesen. Allerhöchste Zeit, das nachzuholen! Wer einmal dort war, wird anders urteilen und für den Erhalt dieses kleinen Theaters kämpfen!

Ich bin sprachlos über diesen anscheinend ernstgemeinten Vorschlag. Als junge Schülerin habe ich am Euro Theater Central mein erstes Praktikum gemacht. Es ist ein einzigartiges intimes Theater, welches nicht nur regionale Stücke zeigt, sondern auch europäische Theatergruppen einlädt. Würde die Stadt Bonn das Theater schließen, wegen eines lächerlichen Betrages, verschließt sie sich ebenfalls einer europäischen Vernetzung und eines internationalen Dialoges. Und heißt das Motto der Stadt nicht "Joy.Joie.Freude.Bonn". ?

Scheint nur Abendsprogram im Angebot zu sein. Kann man Buchlesung für Kinder noch integrieren? Wäre noch eine Einnahmequelle. Oder?

Das Theater feiert am 6. Dezember 2014 seinen 45. (!) Geburtstag! Es ist also ein alteingesessenes Haus und wichtig für die kulturelle Vielfalt in Bonn.
Herr Nimptsch hat damals, als er noch an der IGS Beuel war, mit dafür gesorgt, daß das Theater von seinen Schülern besucht wurde. Es ist unverständlich, warum er es jetzt schließen will.
Viele Schulklassen kommen auch heute noch um u.a. auch die fremdsprachigen Produktionen zu sehen.
Das Theater muß erhalten werden, da es einen wichtigen Beitrag für die Bonner Kulturszene leiste.

Bevor man hier subventioniert, sollte die eigenleistung gesteigert werden.

Bspw mit neuen Programmpunkten (Öffnung nachmittags für Kinderprogramme?) und natürlich Erhöhung der Eintrittspreise, was bei der o.g. Qualität des Programms möglich sein sollte.
Das die Mehrheit nur begrenzt bereit ist das Vergnügen einer überschaubaren Anzahl von Besuchern zu subventionieren ist doch klar.
Mit Oper und öffentl. Theatern wird bereits sehr viel in das kulturelle Angebot investiert!!!

So sehr ich die Arbeit des Euro-Theater Central schätze und es gerne erhalten würde - hier sind wir genau bei den freiwilligen Leistungen, die sich die Stadt bei angespannter Haushaltslage nicht mehr leisten kann.
Hier sind die Privatleute gefragt, denen der Erhalt am Herzen liegt: entweder kann der Betrieb aus privaten Mitteln finanziert werden (evtl. mit einem Förderverein oder Sponsoring, wenn einem der Betrieb wichtig ist oder man sich gern mit Kulturförderung schmückt), oder er muss eben mangels ausreichender Einkünfte schließen. Wenn nicht genug Mitstreiter bereit sind, einen tragfähigen Förderbeitrag dafür zu leisten, dann wäre es eben ein teures Hobby einzelner Engagierter. Dafür darf die Stadt nicht aufkommen, auch wenn ich die inhaltliche Arbeit des Theaters gar nicht hoch genug anerkennen kann.
Wenn die Schulen der Meinung sind, der Erhalt dieses Theaters sei für die Kulturförderung der Jugend wichtig, dann sollten sie einen entsprechenden zweckgebundenen Förderverein dafür gründen, wie es ihn m.W. auch für die Schullandheime gibt.
Selbstverständlich gilt dieses Argument auch für alle anderen bezuschussten Kulturbetriebe wie Oper, Festspielhaus usw.
(Frage am Rande: Hat die Stadt eigentlich bisher auch Kinos subventioniert? Die leisten auch einen Kulturanteil. Wenn nicht: was begründet die unterschiedliche Behandlung?).

Ich gebe zu, mit 144Tsd Euro für ein so kleines Haus mit so wenigen Besuchern könnte man in der Kinder- und Jugendarbeit und an vielen anderen Stellen eine Menge bewegen. Andererseits: so viele Städte mit solchen Theatern (vgl. Zimmertheater) gibt es nicht. Es wäre wichtiger, die Bedeutung und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, statt ein solches Alleinstellungsmerkmal der Kultur an der Rheinschiene abzuschaffen.

Kleine Spielstätten bringen Vielfalt, haben aber ohne Förderung keine Chance.

Ach ja, brauchen wir ja nicht, es kommt ja ein überdimensioniertes Festspielhaus, dahin können dann die Nutzer_innen des WCCB abends gehen, wenn ihre Konferenz zu Ende ist. Ach so, habe ich ganz vergessen, WCCB gibts ja gar noch nicht und das Festspielhaus ja auch noch nicht.