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Reduzierung der Zuschüsse für Jugendzentren freier Träger ab 2017

Monetärer Typ: 
Sparvorschlag

Kategorie

Bildung und Soziales

Derzeit fördert die Stadt Bonn 49 Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit (Jugendzentren) sowohl in städtischer als auch in freier Trägerschaft.

Der Bedarf an Angeboten wird entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung regelmäßig im Rahmen der Freizeitstättenbedarfsplanung geprüft. Im Rahmen der für Ende 2015/Anfang 2016 vorgesehenen Fortschreibung der Freizeitstättenbedarfsplanung wird festzulegen sein, wie auch bei Kürzung der zur Verfügung stehenden Zuschussmittel die Bedarfe an Offener Jugendarbeit auch weiterhin gedeckt werden können.

Die Zuschüsse werden überwiegend zur Deckung von Personalkosten verwendet. Eine Reduzierung des Zuschussbudgets kann deshalb bedeuten, dass ab 2017 insgesamt fünf bis sechs pädagogische Fachkräfte in den Jugendzentren nicht mehr bezuschusst werden können. Die Folge könnte sein, dass Angebote reduziert bzw. einzelne Jugendzentren geschlossen werden müssen.

Eine Reduzierung der Zuschussmittel beginnend ab 2017 bietet der Verwaltung und den Trägern jedoch die notwendige Vorlaufzeit, um erforderliche Veränderungen zu planen und umzusetzen. Beginnend mit dem Jahr 2017 kann bei einer vorgesehenen Kürzung des Ansatzes um 15 Prozent eine Einsparung in Höhe von rd. 380.000 EUR in diesem Jahr erreicht werden. Im Jahr 2024 könnte durch eine Kürzung der Förderung dann ein Betrag von jährlich rd. 422.500 EUR erzielt werden.

Kommentare

Gerade offene aber begleitete Angebote sind Voraussetzung für die Entwicklung einer emanzipierten Persönlichkeit Jugendlicher. Nur emanzipierte und reflektierte Bürgerinnen und Bürger werden sich aktiv am politischen Geschehen beteiligen und ihren Beitrag zu einem lebenswerten Bonn liefern.
Die Qualität und Wirksamkeit von Jugendarbeit hängt fast ausschließlich mit ausreichend gut geschultem Personal zusammen. Ein Sparen von Zuschüssen in diesem Bereich würde zwar kurzfristig Geld sparen, langfristig aber dazu führen, dass Bonn als Stadt an Qualität und Zukunft verliert.

Ich finde nebenbei unverantwortlich, Gelder bei Kindern, Jugendlichen und Familien zu streichen und dafür Prestigeprojekte zu finanzieren. Wenn Bonn eine Zukunft haben kann und will, dann nur, indem die Infrastruktur für junge Menschen ausgebaut oder aufrechterhalten wird!

Die Zielgruppe Jugendliche wird sehr oft vergessen. Gerade in dieser Lebensphase ist Orientierung sehr wichtig. Deshalb die Angebote für Jugendliche aufrecht erhalten. Einsparung durch Fusion der Oper mit Köln.

@#2 @#2 Jugendlichen eine Orientierung zu geben, ist nicht in erster Linie Sache der Stadt sondern der Eltern! Es ist nicht beabsichtigt, alle Leistungen in diesem Bereich zu streichen, sondern lediglich finanzielle Kürzungen einzuführen. Eltern müssen ihre eigene Verantwortung in der Erziehung ihrer Kinder wieder mehr in den Blick nehmen.

Wo sollen junge Menschen sich treffen, wenn sie über 14 sind, will sagen im schwierigsten Alter? Oft ist nur wenig finanzieller Aufwand nötig: Ein schönes (auch ästhetisch schönes) Beispiel ist die Rigalsche Wiese in Bad Godesberg: eine ausgedehnte, gepflegte, multifunktionale Spielfläche -- die Bälle und Tore bringen die Jugendlichen selbst mit. Und könnten im Winter nicht geignete Uferflächen unter (Rhein)Wasser gesetzt werden, um auf Natureis Schlittschuh zu laufen. Nach dem Krieg war in Köln die Poller Wiese nach einem Rheinhochwasser gefroren; wer damals jung in Köln war, wird nie vergessen, welchen Spaß eine fünf oder mehr Kilometer lange Eisbahn machen kann...

Weiß jemand, wie stark diese 49 Einrichtungen nachgefragt werden? Angesichts einer städtischen Fläche inkl. Parks und Wälder von 141 qkm ist das eine Einrichtung pro 3 qkm. Da scheint angesichts der Bevölkerungsstruktur eine Überversorgung zu bestehen. Wäre es da nicht sinnvoller, das städtische Engagement in Problemvierteln zu konzentrieren?

Gerade die wichtige sozialpädagogische Betreuung von Jugendlichen in der Wohn-Lebenumfeld-Nähe ist wichtig! Kurze Anlaufwege - niedrigschwellige Angebote: das zieht an und macht gerade den ERfolgsfaktor in der pädagogischen Arbeit mit aus!

wenn bei jugendzentren gekürzt wird, hängen die Jugendlichen vermehrt auf der Straße oder anderen Orten ab, wo sie nciht gern gesehen werden, nicht betreut sind und schneller Blödsinn oder Schlimmeres machen. Dann braucht sich keiner wundern, wenn Kriminalität steigt und sich Bürger "irgendwie bedroht" fühlen - die Jugendichen brauchen einen Raum, wo sie sein dürfen, Jugendzentren sind wichtig!!!

Es ist erstaunlich, dass die meisten Vorschläge der Stadtverwaltung die Reduzierung von Bildungs- , Betreuungs- und Sportangeboten für Kinder und Jugendliche betreffen. Lieber Oper schließen, WCCB verkaufen und Festspielhausplanung endlich beenden, als die Versorgung der jüngeren Generation weiter zu minimieren.

@#7 @#7 Ich stimme dem voll zu!

@#7 @#7 Ich sehe das genauso. Die Stadtverwaltung arbeitet hier mit Ignoranz den Tatsachen gegenüber.
Schließen muss man die Oper, welche ich persönlich ja auch für recht überflüssig halte, nicht direkt, aber die Subventionierung sollte gestoppt werden.
Wer in die Oper will muss den vollen Preis zahle ! Ich erhalte ja auch keine Subvention für eine Konzertkarte und die Oper-Aufführung ist nichts anders als ein Konzert aus vergangener Zeit.

Wer mit Jugendlichen arbeitet, weiß, dass Kürzungen hier am wenigsten angebracht sind.

Prävention, Prävention, Prävention!!!!! Leute, wacht auf! Wenn bei der Bildung von Kindern und Jugendlichen, hier der außerschulischen Bildung, gespart wird, dann werden ganz andere Probleme auf uns zukommen. Kosten für Jugendliche, die aus der Bahn geraten sind wesentlich höher. Ich schätze mal, dass es spätestens in 10 Jahren auch in Bonn zu Unruhen von Jugendlichen kommt wie in 2005 in Paris. Irgendwann ist das Fass voll und es ist nicht mehr zu ertragen. Aber in 10 Jahren sind weder die derzeit politisch Verantwortlichen noch an der Macht, noch die Herrschaften in der Verwaltung. Sorry, so nicht!