Vorheriger Vorschlag

Bundesviertel in Mischgebiet umwandeln

In den Verwaltungsgebieten rechts und links der B 9 befinden sich zigtausende Quadratmeter untergenutzte Flächen, unwirtliches Abstandsgrün, hässliche ebenerdige Stellplätze und überdimensionierte Verkehrsflächen.

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Nächster Vorschlag

In Bildung von Kinder/Jugendlichen investieren

Das rechnet sich, wir werden später arbeiten und Steuern zahlen und die Rente der alten Bevölkerung bezahlen.
Dafür brauchen wir aber erstmal eine Grundlage.
Sonst landen wir in der Jugendarbeitslosigkeit.

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Immer auf die Kleinen (Einrichtungen) - gemeinsam sind wir stark gegen die Hochkultur-Lobby

Sparvorschlag

Alle Sparkonzepte der Stadtverwaltung aus den letzten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, haben eines gemeinsam: die Hochkultur wird gefördert, die kleinen Einrichtungen wie Freibäder, Büchereien, OGSen, freie Kulturträger usw. sollen dafür zahlen. Das geht immer zu Lasten von Kindern, Senioren, jungen Familien, Behinderten, Sozialeinrichtungen u.ä. Für die Stadt scheinen ihre Bürger und zukünftigen Arbeitskräfte offensichtlich nicht so wichtig zu sein wie ihre Prestigeobjekte u. die Übertünchung der Verlustgeschäfte wie das WCCB. Für jede von Einsparung oder Schließung bedrohte kleine Einrichtung/Institution aber ist das Sparkonzept eine existentielle Bedrohung. Die Stadt jedoch nimmt dies kaum wahr - will es anscheinend auch nicht. Die Zuschüsse für die Hochkultur sind immens, die kleinen Einrichtungen bekommen nichts und sollen die Hochkultur auf ihre Kosten mitfinanzieren. Mit enormen Aufwand, oft von freiwilligen Helfern. - Darum sollten sich alle Träger von Sportvereinen, Büchereien, Schwimmbädern, OGSen, freien Theatern und Kultureinrichtungen zusammentun zu einer großen Inititative und der Stadtverwaltung zeigen, dass sie gemeinsam stark und alles Andere als "Peanuts" sind. Nur so haben die "Kleinen" eine Chance, das jetzige Sparkonzept zu stoppen und sich bei der Stadtverwaltung Gehör zu verschaffen. Bisher scheut die Stadt den Dialog und übersieht dabei die große Kompetenz ihrer Bürger und Vereine. Auch in Sachen Sparvorschläge. Die haben die "Kleinen" sehr wohl, aber eben faire Konzepte statt ungerechte Verteilung der Gelder.

Kommentare

Zustimmung! Bonn kann nicht immer weiter den Hochkultur-Luxus erhalten und sogar noch ausbauen. Die knappen Mittel müssen vielmehr stärker für die grundlegenden Bedürfnisse der breiten Bevölkerung eingesetzt werden (Kinderbetreuung, Sport, ÖPNV,..). Hier ist endlich ein Umdenken und ein Umschichten erforderlich.

Absolut! Hochkultur ist schön und gut, aber das Verhältnis von den gewaltigen Ausgaben und den wenigen Interessierten/Besuchern ist doch sehr schief. Die Mehrzahl der Bürger profitiert eher von anderen Angeboten.

Auch hier muss gerade auch die Festspielhalle genannt werden.
Ich selbst liebe klassische Musik, hätte natürlich gern auch einen schöneren, ackustisch besseren Veranstaltungsort!
Provokativ möchte ich hier sagen: lasst doch im neuen MCCB tagsüber tagen, und abends der Musik lauschen!

Aber ernsthaft:
jahrelang bemühte ich mich früher um ein Opernabonnement. Bei Herausgabe des jeweiligen Veranstaltungsheftes, waren darin die Opernabbonnements von vornherein als ausverkauft ausgewiesen.
Es wundert mich also bei einem solchen, langjährigem Gehabe gar nicht, wenn in der Bevölkerung die Beliebtheit der klassischen Musik nicht gerade auf Platz 1 rangiert. Man hat in der Vergangenheit absolut versäumt, das Interesse der Jüngeren an dieser Musik zu wecken und zu halten.
Inzwischen pendeln sogar Busse aus dem Westerwald u.ä., um die Beethovenhalle auch nur annähernd regelmäßig füllen zu können.
Gleichzeitig wird bei Rechnungsmodellen zur Finanzierung der neuen Festspielhalle von einer Verdopplung (und mehr) der Besucherzahlen ausgegangen, um das Modell schön zu rechnen.
Anstatt Bauten und Baufirmen zu stützen, sollte in die Veranstaltungen investiert werden.
Lasst uns diese Provinzposse der überteuerten Bauvorhaben bei klammer Haushaltskasse endlich stoppen (und das aus der "Feder" eines echten Klassik-Liebhabers) und uns wieder mehr für die kleinen liebevollen Projekte einsetzen, die vielen und auch gerade den Schwachen zugute kommen:

eben einfach für eine liebevolle, liebenswerte Stadt (die finanziell verantwortungsbewusst mit möglichst allen Bevölkerungsgruppen umzugehen versteht) anstatt sich stattdessen bloß mit Kussmündern zu vermarkten trachtet...

Es gibt nur eine Kultur, und die entsteht aus "kleinen" und "großen Angeboten", Hochglanz-Kultur glaubt nur eine Stadt zu brauchen, die altem Hauptstadt-Profil nachtrauert. Hier bietet sich der Stadt, ein enorme Chance für neue Wege in der Kulturpolitik. Vielfalt statt Großmist. Auch das ist nachhaltig.

Klein hat von Groß viel mehr an Gewinn als der Vorschlag suggeriert. es braucht eine kulturoffenen EInstellung und keinen kukltutrellen "Klassenkampf"

... und sollten die wirklichen Kostenverursacher bekämpfen! Wenn sich Kultur - egal ob hoch, tief oder breit -, Sport, Büchereien usw. gegeneinander ausspielen lassen, bringt das nicht viel. In einigen Jahren gibt es für keinen mehr Zuschüsse, wenn nicht ernsthaft (!) daran gegangen wird, die Verwaltung zu verkleinern. Jedes Jahr werden in der Verwaltung mindestens 150 Stellen frei - wenn nur noch ein Drittel davon neu besetzt würde haben wir - sozial verträglich - in 15 Jahren "nur" noch ca. 5.000 städtische Angestellte. Und dann jährlich 60.000.000 € weniger Kosten. Nur so geht es!

Vollste Zustimmung. Wozu WCCs in einer Stadt in der es genügend konferenztaugliche Gebäude gibt (Wasserwerk, Bundestag, Petersberg). Wozu eine Festival Halle für ein Festival dass gerade erst anfängt zu wachsen und nicht vergleichbar ist mit Salzburg oder Bayreuth. Warum nicht vorhandene Gebäude nutzen (Oper, Metropol, Beethovenhalle, ...). Gerade für die erste Festivalhallenausschreibung gab es einen sehr schönen Entwurf, der die Beethovenhalle erhalten aber von innen vergrößert und um zusätzliche Gebäude erweitert hätte. Ein Konzept dass-wie man an der Semperoper sieht-sehr gut aufgegangen wäre und wohl auch mit dem Denkmalschutz zu vereinbaren gewesen wäre.

Aber der Gedanke an solche Konzepte sollte doch erst auf der Tagesordnung stehen, wenn ein gewisser Grad an Grundversorgung gegeben ist. Wie kann es sein, dass sich alle Bonner im Bornheimer Schwimmbad wiedertreffen weil die Bonner Bäder auf dem Stand der Erbauung stehen bleiben. Noch nicht mal die Umkleideschränke werden repariert.
Eine neue Kennedybrücke mag notwendig geworden sein. Aber benötigen wir ein überteuertes Kunstwerk auf der Brücke (das ich persönlich sowieso viel häßlicher finde als eine einfache einfarbige Bemalung) das nun durch die Anbringung der Solarzellen sowieso nicht mehr sichtbar ist? Und vielleicht möchte nicht nur der Bonner sondern auch der Tourist auch ausserhalb eines Festivals Kultur geniessen! Und last but not least möchte doch der gemeine Bonner Bürger seiner Arbeit nachgehen können ohne sich darum sorgen zu müssen wo und wie seine Kinder denn in dieser Zeit untergebracht sind. Denn nur so kann er auch seinen steuerlichen Beitrag leisten.

Fazit: Erst die Basis, dann das Prestige (wenn wir das überhaupt nötig haben)