In Bildung von Kinder/Jugendlichen investieren

Monetärer Typ: 
Ausgabevorschlag
Kategorie: 
Bildung und Soziales

Das rechnet sich, wir werden später arbeiten und Steuern zahlen und die Rente der alten Bevölkerung bezahlen.
Dafür brauchen wir aber erstmal eine Grundlage.
Sonst landen wir in der Jugendarbeitslosigkeit.
Kinderbetreuung ist auch wichtig. So können unsere Eltern arbeiten und müssen nicht von der Sozialhilfe leben.
Jedes Kind sollte die gleichen Möglichkeiten haben!

Kommentare

Heute ist der erste Todestag von Nelson Mandela. Er sagte: "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."

Absolut. In die Jugend investieren! Auf den Return müssen wir zwar etwas länger warten, aber wer einen Wald aufforstet will ja auch nicht schon morgen ernten.

Leider ist obiger Vorschlag nicht konkret ausformuliert.
Mein Eindruck ist, dass es weniger an BildungsANGEBOTEN mangelt als an Bildungsbereitschaft Einiger und nachgehaltenen, in Ordnung erhaltenen BildungsSTÄTTEN.
Auch wenn es unpopulär klingt: vielleicht kann man auch Einiges an Reparaturen/Anstrichen in den Schulen in einer Gemeinschaftsaktion aufbringen.
Vorteil dabei: 1. auch bei klammen Kassen bewegt sich dann etwas!
2. Ein größerer Zusammenhalt zwischen den Schülern - vielleicht auch zwischen Eltern, Lehrern und Schülern- könnte entstehen
3. Die Identifizierung mit der jeweiligen Schule könnte sich erhöhen, so dass vielleicht auch weniger verdreckt oder zerstört würde.

Natürlich sollten diese Aktionen nicht endlos stattfinden müssen, so dass sich die entspr. Träger vor ihrer Verantwortung dauerhaft drücken könnten...
Bei der Kinderbetreuung sehe ich in Bonn richtig schwarz: selbst in den 70er Jahren, wo man noch in Geld schwimmen konnte, fanden unsere Stadtverantwortlichen niemals die Möglichkeit, Betreuungsplätze entspr. der Nachfrage anzupassen (andere Ausgaben gingen immer vor).
Das änderte sich auch nicht, als ein Anrecht auf einen Kindergartenplatz auf dem Papier verbrieft worden ist.
MÜTTER UND VÄTER, IHR SEID ZU BRAV!!!
AUF DIE STRASSSE MIT EUCH oder halt DIREKT IN DIE RATSVERSAMMLUNGEN oder lieber noch:
GEWÄHLT IN DEN RAT...(gern "auf Lebenszeit" - kl. Scherz)

#3 #3 Solch Streich- und Putzaktionen gibt es doch an Bonner Schulen zuhauf. Die Stadt stellt die Farbe und wir Eltern dürfen dann am WE streichen kommen. Was die von der Stadt schlecht bezahlte, im Akkord arbeitende Putzkolonne nicht schafft, leisten die Lehrkräfte und Eltern halt als "unbezahlte Freiwilligenarbeit".

Bildung ist die Zukunft für unsere Kinder!

#4 #4 Bildung als Gegenmittel

Heute auf Tageschau.de
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/oecd-armutsrisiko-101.html
Ungleichheit hemmt Wachstum

"Die OECD fordert die Politik in diesem zum Gegensteuern auf. Unsere Analyse zeigt, dass wir nur auf starkes und dauerhaftes Wachstum zählen können, wenn wir der hohen und weiter wachsenden Ungleichheit etwas entgegensetzen", sagte Generalsekretär Angel Gurria. "Der Kampf gegen Ungleichheit muss in das Zentrum der politischen Debatte rücken."

Denn die gestiegene Einkommensungleichheit hemme die wirtschaftliche Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Deutschland sei zwischen 1990 und 2010 inflationsbereinigt um etwa 26 Prozent gewachsen, so die OECD. Wäre die Ungleichheit auf dem Niveau von Mitte der achtziger Jahre verharrt, hätte das Plus um fast sechs Prozentpunkte höher ausfallen können.
(...Dafür sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor allem einen Grund: Ärmere investieren in der Regel weniger in Bildung. Kinder aus sozial schwächeren Familien haben daher weniger Bildungschancen. "Wachsen und gedeihen werden vor allem jene Länder, die alles daran setzen, dass ihre Bürger von klein auf gleiche Chancen haben."

Starkes und dauerhaftes Wachstum sei nur bei energischem Eintreten gegen wachsende Ungleichheit möglich, so die OECD. Daher könne auch gezielte Umverteilung durch Steuern und Transferleistungen durchaus wachstumsfördernd sein. Eine solche Verteilungspolitik müsse sich vor allem auf Familien mit Kindern sowie auf junge Menschen konzentrieren und deren Lernchancen verbessern.

Das halte ich auch für wichtig, würde es aber nicht auf Kinder und Jugendliche reduzieren. Einige Jahre in Skandinavien haben mir gezeigt, dass durch Bildung ein besseres Verständnis für die Vorteile einer gut funktionierenden gemeinsamen staatlichen Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, ...) und die damit verbundenen Kosten entsteht. Die Skandinavier sind stolz auf diese Infrastruktur und stolz darauf hierfür Steuern zu zahlen. Im Gegenzug fühlt man sich sicher aufgefangen in Krankheit, Arbeitslosigkeit etc.. Es gibt auch keinerlei schulische Klassifizierungen. Jeder hat dieselben Chancen auf derselben Schule. Das ist meiner Ansicht nach auch einer der Hauptgründe warum es dort kaum Kriminalität gibt.

Bezüglich Renten bin ich der Meinung jede Generation sollte für ihre eigene Rente sorgen so dass dies unabhängig von Geburtenraten ist aber das war ja hier nicht das Thema.

bildung für kinder und jugendliche darf nicht beschnitten werden

Genau, doch dafür müsste umgedacht werden. Viel Geld in Kitas, etwas weniger in den Kindergarten und die Grundschule, die wenigsten Mittel in die gymnasialen Oberstufen. Die OGS ist eine Mogelpackung, für die berufstätige Eltern Geld investieren, ohne den erhofften Gegenwert zu erhalten. Zu wenig Personal soll zu viel leisten! Diejenigen, die aus sozialen Gründen dort aufgenommen werden (müssen), können nicht die für sie erforderlich Förderung erhalten. Vom Gymnasium müssten wir uns -nicht nur aus finanziellen Gründen
- verabschieden, weil es die soziale Kluft zementiert und auf Oberstufenzentren setzen, in denen die dann lernen, die es können und wollen.

Diskutiert wird momentan über Einsparungen der Stadt bei der Finanzierung der OGS Plätze.
Warum soll gerade hier eingespart werden. Immer wieder hören wir-Kinder sind unsere Zukunft! Scheint dann doch nicht so zu sein?
Meine Kinder haben OGS- Plätze und fühlen sich dort sehr wohl. Es gibt verschiedene Angebote -sei es Sport, Basteln, Handwerken ,Experimentieren - welche Eltern können so ein umfangreiches Programm ihren Kindern bieten!. Kinder ,deren Muttersprache nicht deutsch ist, können durch den Kontakt zu anderen Kindern ihre Deutschkenntnisse vertiefen.
Für Eltern, die eine Arbeit haben oder die wieder in das Berufsleben einsteigen möchten , ist eine Sicherstellung der Betreuung ihrer Kinder sehr wichtig. In Kitas werden die U3 Gruppen ausgebaut. Wenn dann nachfolgend die Betreuung in den Schulen nicht gewährleistet ist, kann man den Ausbau der U3 Gruppen stoppen und so auch noch Geld sparen ,um andere Großprojekte der Stadt zu finanzieren.