Vorheriger Vorschlag

Geplante S 13 bis Ramersdorf verkürzen

Der Vorschlag betrifft zwar nicht direkt den Hauhalt der Stadt, aber das Projekt ist in der aktuell geplanten Form an Unsinn kaum zu überbieten: Die S-Bahn-Linie 13 ist derzeit als Neubaustrecke neben der bestehenden rechten Rheinstrecke bis zum h

weiterlesen

Beethoven-Stadt Bonn

Kultur und Veranstaltungen

Seit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin sucht die Stadt noch immer nach einem eigenen Profil. Man versucht zwar Bonn als „Beethoven-Stadt“ zu etablieren, aber leider viel zu zaghaft und ohne Visionen.
Jedoch auch die schönsten Visionen können nur gedeihen, wenn sie auf einem gesunden, stabilen Fundament stehen.
Daher fordere ich dazu auf die Kürzungen bei Theater und Orchester zu beenden, die Institutionen zu unterstützen und die Marke „Beethoven-Stadt“ national und international voran zu bringen.
Ich möchte uns gerne 2020 (dem 250. Geburtstag Beethovens) die Peinlichkeit ersparen, dass die Welt auf Bonn blickt und dort nur noch eine kulturelle Wüste erblickt.
Die „Beethoven-Stadt“ Bonn hat mit ihrem Sohn Beethoven eine Verantwortung der ganzen Welt gegenüber!

Kommentare

Bonn kann nicht immer weiter den Hochkultur-Luxus erhalten und sogar noch ausbauen. Groß angelegte Beethoven-Geburtstage sind Wünsche aus besseren Tagen. Die knappen Mittel müssen vielmehr stärker für die grundlegenden Bedürfnisse der breiten Bevölkerung eingesetzt werden (Kinderbetreuung, Sport, ÖPNV,..). Unsere heute in Bonn wohnenden jungen Söhne und Töchter werden gerade mit einer drohenden Kürzung der OGS-Betreuung konfrontiert. Hier ist endlich ein Umdenken und ein Umschichten erforderlich.

In Bonn brennt es wirtschaftlich anscheinend an allen Ecken. Vor diesem Hintergrund ist es doch "normal" sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es ist meines Erachtens keine Ansichtssache ob beispielsweise ein Festspielhaus oder der Ausbau von Kindertagesstätten oder die Renovierung von Schulen als Wesentlich zu bezeichnen sind. Gerade langfristig hat die Stadt mehr von der Schaffung eines guten Fundaments, welches das Wohl der Bürger sichert. Die Gewährleistung einer guten Bildung ist meines Erachtens ein solches Fundament. Jeder, der sich für ein durch Steuergelder finanziertes neues Kulturobjekt ausspricht, sollte den Mut haben sich von der Situation in den KiTas, den Schulen, den Betreuungsreinrichtungen für Behinderte oder den Krankenhäusern ein Bild zu machen. Wer sich hier nicht gerade irgendwelche Vorzeigeobjekte anschaut, der wird sehen, dass diese Einrichtungen zum Teil in einem grauenvollen Zustand sind. Da blättert der Putz von den Wänden, die Räume sind seit langer Zeit renovierungsbedürftig, die Außenanlagen verwildern oder sind zumindest ungepflegt. Sollen unsere Kinder mit Top-Kultureinrichtungen aufwachsen und jeden Tag in KiTas, Schulen etc. gehen, in denen viele ihren Arbeitsalltag nicht verbringen wollten. Die Lösung kann aber doch auch nicht darin liegen immer mehr neue Schulden aufzunehmen. Das wird niemanden gerecht.

Natürlich sollte das Jubiläum würdig begangen werden:
Es ist nur die Frage, ob man eine Peinlichkeit an die andere reihen mag (Stichwort: Folgekosten WCCB bis heute...) und aus purem Narzissmus (und Entgegenkommen an die örtliche Bauwirtschaft) in erster Linie in ein vermeintlich tolles Gebäude investieren will, dessen Finanzierung zur Hälfte noch nicht steht (die Folge- und Betriebskosten zudem noch ganz außer Acht gelassen).
Natürlich würde man bei einem weiteren finanziellen Debakel mit den "Großen" in der Politik vorn mithalten können (Nürburgring, Montabaur Bahnhof, Sportveranstaltung Kiew bei nicht fertig gestellter Autobahn, Elbphilharmonie in Hamburg, Flughafen Berlin - um nur einige zu nennen)
Aber worauf kommt es dem wahren Musikliebhaber an? Auf ein schönes Foto mit ihm selbst vor und in einem neuen Gebäude? Oder ist es nicht vielmehr die Qualität der Veranstaltung?
Wäre es nicht viel beeindruckender, gerade in unserer heutigen Zeit, die einerseits von Sparzwängen gegeißelt ist, andererseits von peinlichsten "Geschmäckle"-Investitionen überhäuft wird, bewusst auf (weitere) Prestigebauten-Risiken zu verzichten (zumindest bis der Haushalt wieder im Lot ist) und, wenn man doch Geld in die Hand nehmen möchte, dies vielmehr investierte in
- die Einladung hochkarätiger Musiker,
- die Unterstützung langjährig tätiger und bewährter Stadtorchestren,
- und ggf. in die Schaffung einer Musikhochschule auch in Bonn
- bei z.B. dort regelmäßig stattfindenden Beethoven-Wettbewerben?
Wichtig wäre auch, dass die Schulen in unserer Stadt in ihrem Musikfach das Thema Beethoven für die Identität der Jüngeren mit Beethoven und nicht zuletzt dadurch mit unserer Stadt intensivierten.
Ich würde mich freuen, wenn später von einem gelungenen Beethovenjubiläum angesichts der QUALITÄT der Veranstaltung gesprochen würde und nicht der schale Geschmack einer weiteren Provinzposse und weiterer Baudebakel zurückbleiben würde.
Bonn packt´s an: Warum nicht mal an die QUALITÄT DER VERANSTALTUNG denken anstatt vorrangig den VeranstaltungsORT zu sehen...

Beethoven-Stadt ist Bonn ja schon. Leider wird die Qualität immer von der Größe und Besonderheit eines entsprechenden Gebäudes abhängig gemacht. Wir haben ein tolles Orchester und eine tolle Oper, das sollte reichen!
Ein neues, teures Beethoven-Haus/Halle ist für ein Beethoven-Profil nicht nötig.
Gute Konzepte und eine clevere PR wären hier fruchtbarer!

@#5 @#5 Ich glaube genau das möchte der Antragsteller vorschlagen. Bevor Visionen wahr werden können sollten Oper und Orchester auf eine stabile und verlässliche Basis gestellt werden (nicht nur finanziell sondern auch was den Rückhalt bei Politik und Gesellschaft betrifft). Das ständige Herbeireden von Schließungen und/oder weiteren drastischen Kürzungen vermittelt seit Jahren ein gänzlich anderes Bild.
Wenn ich es recht verstehe soll die Peinlichkeit vermieden werden, dass ausgerechnet die "Musikstadt" Bonn im Jahr 2020 ihre Oper und ihr Orchester kaputt-gespart hat. Daher unterstütze ich den Antrag voll und ganz!

...auch an dieser Stelle: die Stadt kann sich einen solchen Tempel nicht erlauben...und sie wird ohne ihn weder untergehen (mit ihm aber sehr wohl mangels Geld für die Befriedigung von Grundbedürfnissen der Bürger) noch eine kulturelle Wüste werden. Beethoven kann man auch in anderen Räumen spielen, es geht um die Musik, und nicht um ein protziges Baudenkmal für einige wenige.

@#6 @#6 z-B- in der renovierten Beethovenhalle

das gesunde stabile Fundament wäre die Beethovenhalle, wenn sie denn renoviert werden würde, so wie das jeder Hausbesitzer mit seinem Haus auch tut. Das wäre angemessen dem Schuldenberg auf dem die Stadt Bonn sitzt unter anderem verursacht von all den Beamten und Sachverständigen der Stadt, die ihr eigenes Haus instandhalten können - aber nicht die "Häuser" der Allgemeinheit z.B. die Beethovenhalle

es ist wichtiger in die Zukunft unserer Kinder zu investieren!!!

Sehr gute Idee, müsste aber noch genauer spezifiziert werden. Wie genau sollte sich eine "Beethoven-Stadt" definieren? Meiner Meinung nach nicht durch überteuerte und viel zu groß angelegte Prestigebauten wie ein Festspielhaus sondern eher durch ein kleines Festival das der Größe der Stadt entspricht. Warum wurde eigentlich nicht daran gedacht aus dem Metropol ein "Festspielhaus" zu machen? Mit vorzüglicher Lage und historisch bedeutsam. In Zusammenarbeit mit Köln könnte man immer noch auf größere Festsäle zurückgreifen. Oder der schöne Vorschlag des Architekten bei der ersten Ausschreibung die Beethovenhalle äußerlich zu erhalten aber durch zusätzliche Gebäude zu ergänzen? Warum nicht schon vorhandene Gebäude nutzen? Brühl als Wirkstätte Beethovens könnte auch mit einbezogen werden.

Von einer Beethovenstadt würde aber auch ich eine Musikhochschule erwarten. Auch hier wäre eine Zusammenarbeit mit Köln denkbar. Oder zumindest ein musikalisches Gymnasium.

Aber was nützt die schönste Beethovenstadt die nur zu einem Festival "vorgibt" eine zu sein und ansonsten Mittel und Gelder für Kultur streicht? Wäre nicht hier auch ein Austausch mit Köln denkbar? Damit meine ich z.B. Bonner Inszenierungen treten in Köln auf und Kölner umgekehrt in Bonn? Ich habe selbst erlebt das in zwei Spielzeiten genau dieselbe Oper sowohl in Bonn als auch in Köln auf geführt wurde. Könnte man sich hier nicht besser absprechen und so mehr Besucher gewinnen? Nicht alle Touristen werden ihren Besuch auf ein Festival ausrichten das noch nicht historisch gewachsen ist und auch sie würden doch Beethoven auch außerhalb der Festivalzeit erfahren wollen.

Im Winter würden diese Touristen wohl auch gerne den Weihnachtsmarkt besuchen und danach etwas "Wellness"!? Aber die Operntherme gibt es ja schon lange nicht mehr und die Bonner Schwimmbäder sind alle so rückständig dass sich die meisten Bonner in Bornheim wiedersehen.

Dann sollte das Beethovenhaus auch etwas "aufgepeppt" oder zumindest mit einem interaktiven Teil ergänzt werden. Hier sollte man vielleicht zwischendurch auch noch andere Persönlichkeinten bedenken (Schumann, Ernst-Moritz-Arndt, Macke, ...)

Als gutes Vorbild würde ich Weimar sehen. Diese Stadt besticht genau durch ihren Kleinstadtflair und braucht auch kein überproportionales Schauspielhaus. Hat dafür aber ein sehr gutes stadtmusealisches Konzept das dazu einlädt einige Tage hier zu verbringen.

Bravo !!

Es ist nicht peinlich, kein neues Festspielhaus zu haben. Eine renovierte Beethovenhalle - die auch akustisch optimiert werden kann - tut es auch. Peinlich wären miese Unterkünfte für Flüchtlinge, die ja buchstäblich vor der Tür stehen, Kürzung des offenen Ganztagsprojektes usw!
Für Beethoven könnte z B. die Post einen Kammermusikwettbewerb ausrichten. Aber auch eine andere Veranstaltung, die ein breites Publikum anspricht, wäre denkbar.

@#12 @#12 Bundestadt, UN Standort, Beethovenstadt.. immer wieder neue Identitaeten. Wozu diese ewigen Selbstdefinitionen und narzistischen Selbstbespiegelungen? Es gibt so viele andere Herausforderungen, bei deren Bewältigung man Größe zeigen kann, allerdings gibts dafür nicht immer sofort ein Denkmal.

Der "Vorschlag" Bonn als Beethoven-Stadt zu etablieren ist gut, aber leider so viel zu abstrakt. Was heißt das konkret? Brauchen wir ein extra Festspielhaus zusätzlich zur renovierten Beethovenhalle? Nein, ein "Beethoven-Festpielhaus" oder wie immer der EINE neu konzipierte Raum dann heißt, genügt dafür. An den Bonner Bahnhöfen mit "Willkommen in der Beethoven-Stadt Bonn" begrüßt zu werden, wäre auch schon ein Schritt. Kommunikationsarbeit der Stadt Bonn als Beethoven-Stadt außerhalb des Beethovenfestes wäre auch etwas. Das lässt sich leicht umsetzen, hat eine größere Wirkung - vor allem eine positivere als die nächste Baupleite - und kostet sehr viel weniger Geld. Ein Arbeitskreis Beethoven-Stadt, an dem ehrenamtlich Vertreter von Kultur, freier Szene, Wirtschaft, Politik, Verwaltung etc. beteiligt sind, ist eine Möglichkeit der Idee konkrete Erscheinungsformen zu geben.